MES (Manufacturing Execution System)

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MES-Systeme

Moderne Produktionsbetriebe definieren sich heute nicht mehr nur über die Herstellung von Produkten, sondern viel mehr über ihre Kundenorientierung und daraus resultierenden Dienstleistungsmerkmalen wie Termintreue, Flexibilität, Lieferzeit und Produktvielfalt.

Vor allem die Produktvielfalt und die kürzeren Produktlebenszyklen führen zu komplexeren Prozessen. Um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, müssen Produktionsbetriebe die Effektivität ihrer internen Prozesse nahe am Optimum gestalten und ständig verbessern, was nichts anderes als Lean Manufacturing bedeutet. Dabei können Manufacturing Execution Systeme (MES) helfen, indem sie zu mehr Transparenz, Reaktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit beitragen.


Abbildung 1: Prozessregelung

Bild 1 zeigt das MES als Messglied bei der Prozessregelung. Störungen führen zu Abweichungen vom geplanten Verlauf. Beispiele für solche Störungen, die vom MES erkannt werden, sind Terminüberschreitungen, Maschinenstillstände, fehlendes Material, erkrankte Mitarbeiter oder plötzliche Qualitätsmängel.


Das MES ist im Unternehmen dem Fertigungsmanagement zugeordnet (Bild 2) und sorgt als Bindeglied zwischen dem Unternehmensmanagement und der Produktion für eine durchgängige vertikale Integration.


Abbildung 2: Vertikale Integration

Aufträge für einen bestimmten Zeitraum werden vom ERP (Enterprise Resource Planing System) an das MES übergeben. Die Aufträge beinhalten für die Ausführung notwendige Daten. Dazu gehören zum Beispiel die Chargennummer oder das Mindesthaltbarkeitsdatum des Produkts.

Das MES plant alle Vorgänge im Detail und berücksichtigt dabei den aktuellen Zustand der Produktion. Vor dem Start eines Produktionsauftrags werden Daten an Maschinen, Qualitätssensoren, Auszeichnungsgeräte und sonstige Geräte sowie Arbeitsanweisungen an Mitarbeiter weitergegeben.

Nach Abschluss eines Auftrags erfolgt eine Rückmeldung an das ERP mit aufbereiteten Informationen wie der tatsächlich produzierten Menge, Ausschussmengen und dem Materialverbrauch.

Ein MES stellt dem Fertigungsmanagement im Idealfall alle Funktionen zur Verfügung, die es benötigt. Diese Funktionen lassen sich in drei Funktionsgruppen Produktion, Qualität und Personal unterteilen (siehe Bild 3).


Abbildung 3:  MES-Funktionen

Die Vereinigung aller Funktionen in einem Softwaresystem und der Anschluss aller an der Produktion beteiligten Elemente an das MES ermöglicht die horizontale Integration. Unnötige Doppelerfassungen und Schnittstellen werden vermieden.

Den Funktionsgruppen zugeordnet ist ein Eskalationsmanagement, das zeitnah Störungen über Bedienterminals, Telefon oder SMS anzeigt.

Aus Branchen, in denen MES bereits flächendeckend eingesetzt werden, weiß man, dass die Effektivität der Prozesse mit MES um 7 bis 10% gesteigert werden kann. Manufacturing Execution Systeme werden deshalb bei unseren Kunden in den nächsten Jahren mehr in den Blickpunkt rücken.

Die Gerhard Schubert GmbH bietet mit dem eigenen Anlagenleitstand und dem Anlagencockpit hervorragende Softwarewerkzeuge an, die zu einem maßgeschneiderten MES-System weiterentwickelt werden können.