Erste Verpackungsmaschine ohne Schaltschrank

10 Aug

2015

Schubert auf der Fachpack 2015 – Halle 1, Stand 1-215

Steigerung von Effizienz, Verfügbarkeit und Redundanz

Crailsheim. Die Gerhard Schubert GmbH präsentiert auf der Fachpack 2015 in Nürnberg den Prototypen einer TLM-Verpackungsmaschine ohne Schaltschrank. Die Reduktion der Elektronik verringert die Unterhaltskosten der robotergestützten Verpackungsmaschinen von Schubert weiter. Effizienz, Verfügbarkeit und Gleichteileverwendung der Anlagen erreichen neue Bestmarken. Schubert folgte auch bei dieser Innovation seinem Grundsatz, Komplexität zu reduzieren.

Sichtbares Zeichen für den Wegfall herkömmlicher Elektrik bei der schaltschranklosen Verpackungsmaschine ist das schmalere Kopfteil des TLM-Maschinengestells. Da die Servoverstärker der schaltschranklosen Maschine innerhalb einer dezentralen Steuerungsarchitektur zum TLM-Roboter gehören, benötigen sie keinen Schaltschrank mehr. Die Anzahl der elektronischen Teile wurde stark reduziert, nur wenige Komponenten verbleiben. Zugleich ist die Bedienung und Wartung der Maschine noch einfacher als bisher. Kunden können ihre Verpackungsaufgaben somit auf Basis einer noch bedienfreundlicheren Automatisierung in einem nahezu störungsfreien Betrieb mit minimalem Personalaufwand erledigen.

Die verbliebenen Steuerungskomponenten der schaltschranklosen Maschine sind mit einer Wasserkühlung versehen. Die Kühlung erhöht die Lebensdauer der Elektrik. Sie reduziert darüber hinaus die Abwärme der Anlage. Mit einem Wärmetauscher kann der Kunde die Energie aus der Wasserkühlung nutzen. Ein weiteres Plus für die Energiebilanz ist, dass Schubert wie bei allen TLM-Anlagen Antriebssysteme mit Energierückspeisung verwendet.

Konkret wird die Funktionsweise der Maschine auf der Fachpack in einem Pick-und-Place-Vorgang demonstriert. Dabei nehmen vierachsige TLM-F44-Roboter weiße und schwarze Bärchen von einem weißen Produktband auf und legen sie in einer Formation auf Transmodulen ab.

Weiße Bärchen auf weißem Grund – das Vision-System kann die Produkte trotz der kontrastarmen Umgebung detektieren, weil Schubert einen neuen Scanner hat. Der Schubert 3D-Scanner verwirklicht räumliches Sehen. Das Vision-System verwendet die Daten aus dem Scanner, um ein Höhenprofil und damit die dreidimensionale Form der zu verpackenden Produkte zu errechnen. Dadurch können auch Bandverschmutzungen oder Produktreste keine Phantombilder mehr erzeugen. Darüber hinaus erkennt der 3D-Scanner auch Defekte – etwa ein brauner Sandwichkeks mit brauner Creme, dem das Deckelteil fehlt. Solche defekten Produkte werden aus dem Verpackungsvorgang ausgeschleust. Die Bilderkennung wird durch den 3D-Scanner robuster und sicherer. Kunden aller Branchen profitieren von weniger Ausschuss, einer höheren Produktionsleistung und verbesserter Qualität.

Bei gleichmäßiger Produktdichte kann das TLM-Vision-System sogar das Gewicht jedes Produkts ermitteln. So lassen sich beim Gruppiervorgang einzelne Produktformationen innerhalb eines definierten Gewichtsbereichs vervollständigen. Der Hersteller spart dadurch je nach Anwendung bis zu drei Prozent Rohstoff ein, denn er muss weniger überproduzieren, um die gesetzliche Norm einzuhalten. Auch für die Stapelhöhe bzw. für die Stapellänge bei Hochkant-Ablage in Schachteln ist der Soll/Ist-Abgleich möglich.

Auf Bildschirmen wird Schubert darüber hinaus vertiefte Informationen über weitere TLM-Anlagen, seine Thermoforming-Technologie und seine Abfüllanlagen für flüssige Kosmetikprodukte geben. Kundenbeispiele werden den Einsatz dieser Technologien veranschaulichen.

Auf der Fachpack zeigt Schubert erstmalig sein neues Messekonzept. Architektur und Messegrafik unterstreichen durch ihre schräge Linienführung die hohe Innovationskraft der Marke. Während die neue schaltschranklose TLM-Maschine in einem hellen Umfeld präsentiert wird, ist der Stand ansonsten in gedeckten Grautönen gehalten und bietet den Besuchern eine hohe Aufenthaltsqualität.

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