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Beispiel: Patientenkits (Losgröße 1)

Seit zehn Jahren haben wir die Vision, die Patientenkits unserer klinischen Studien automatisch abzupacken. Jetzt erfüllt sich dieser Traum“, freut sich Christoph Mettler, Head of Clinical Packaging and Labeling bei F. Hoffmann-La Roche AG Schweiz. Die TLM-Verpackungslinie von Schubert ordnet Arzneimittel und Placebo den einzelnen Patienten zu und fasst sie in vorgesehener Menge im personalisierten Patientenkit zu einer Mehrstückverpackung zusammen. Mit anderen Worten: sie leistet Verpacken mit Losgröße 1.

Was hier geschieht, ist einerseits höhere Mathematik und andererseits ganz einfach. Zumindest für Schubert. Denn hier wird seit Jahrzehnten nach einem Prinzip gearbeitet, das diese Herausforderung meistert – intelligente Software und einfache Mechanik für maximale Flexibilität kombinieren. Wie weit Schubert dabei gekommen ist, zeigt die Tatsache, dass die Anlage für Roche aus Standardkomponenten konfiguriert wurde. Die VMSSteuerung, die Robotik, das Vision-System, die Elektronik, die Elektrik und die mechanischen Anteile, alles passt zusammen, ist aus dem eigenen Haus und hat sich über Jahre bewährt. Das war ein wichtiges Argument bei der Investitionsentscheidung, berichtet Urs Vögtli, Procurement Manager Equipment, Eng. Proc. Region Basel & EU / RoW: „Die Anlage leistet Besonderes und ist trotzdem keine Sonderanfertigung. Das passt zu unserer Sicherheitskultur als Pharmahersteller.“

Die Anlage besteht aus sieben Teilmaschinen. Über USB-Schnittstelle wird eine Excel-Datei mit den Patientendaten an das Line-Management- System übergeben. Startet der Auftrag, dann erhalten Anlagen-Komponenten wie das Vision-System alle notwendigen Daten zum Produktions-Batch. Sind Bestandteile eines Patientenkits fehlerhaft, wird das entsprechende Etikett (Blister, Schachtel etc.) auf die individuellen Daten bezogen nachproduziert und an der richtigen Stelle in den Verpackungsprozess reintegriert. Auf die erreichte Lösung sind das Schubert Team um Carsten Peters und die Schweizer Vertretung NST Diener GmbH stolz. Die im Datenmanagement enthaltene Komplexität bleibt dem Kunden verborgen. Es ist eine Anlage wie gemacht für die Generation iPad.

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Beispiel: Vials

Pharma-Maschinen sind anders als normale Verpackungsmaschinen - und inzwischen gibt es sie – die TLM-Pharma-Maschine. Unser russischer Kunde, der nicht genannt werden will, packt auf seiner neuen TLM-Pharma-Maschine derzeit 20 verschiedene Packungen, die mit verschiedenen Vials in Verpackungsschachteln verschiedenen Inhalts verpackt werden. Die Vials laufen aufrecht stehend über ein kontinuierlich laufendes Zuführband in die Maschine ein und werden von vier TLM-F4 Roboterarmen aufgepickt und in einen Gruppentransporteur gesetzt, der alle Vial-Durchmesser aufnehmen kann.

Die zweite Teilmaschine von links ist eine Schachtelaufrichte und Klebemaschine, die aus mehrbahnigen Magazinen flachliegende Schachtelzuschnitte entnimmt, aufrichtet und auf Transmodul-Saugerplatten setzt. Die dritte Teilmaschine ist eine Einlegestation für Packungseinlagen, die ebenfalls einem mehrbahnigen Magazin entnommen und auf die Saugerplatten der Transmodule gesetzt werden.

In der vierten Teilmaschine übernimmt ein F2-Roboter, der mit einem Füllwerkzeug ausgerüstet ist, die Vials vom Gruppentransporteur, steckt sie in die Packungseinlagen, um danach Einlagen und Vials in die Packung zu setzen. Der oder die Beipackzettel werden aus GUK-Spendern in eine Steppkette übergeben, zur Verschließstation transportiert und während des Verschließvorgangs in die Verpackungsschachtel gelegt.

Die Teilmaschine „Verschließen“ – ganz rechts – ist bereits mit einem Magazin für separate Deckelteile ausgerüstet, für das es zurzeit keine Einrichtung gibt. Die mögliche Minuten-Leistung liegt bei 300.

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