Anlagencockpit

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Das Anlagencockpit

Das Anlagencockpit ist ein Hilfsmittel für das Produktionsmanagement und Techniker unserer Kunden.

Im  Gegensatz zum Anlagenleitstand ist das Anlagencockpit eine Software, die auf jedem Windows-PC installiert werden kann. Es wird eine Ethernet- oder Internet-Verbindung zu den Anlagenleitständen benötigt, damit deren Daten ausgewertet werden können.

 Das Anlagencockpit verfügt über folgende Funktionen:

  • Schnelle Übersicht darüber, wie gut die letzten Aufträge von den Anlagen abgearbeitet wurden.
  • Formatmanager zur Bearbeitung von Formaten bzw. Rezepten, die die Einstellparameter für Maschinen und Geräte beinhalten.
  • Auftragsverwaltung zum ERfassen und Bearbeiten von Auftragsdaten.
  • Administrative Funktionen, z.B. die übergeordnete Benutzerverwaltung.
  • Auswertungsfunktionen für die OEE-Daten der Anlagenleitstände zur Schwachstellenanalyse mit dem Ziel, die OEE zu verbessern.

Abbildung 8 zeigt die Bildschirmmaske, die nach dem Starten des Anlagencockpits auf dem Bildschirm erscheint.

Abbildung 8: Start-Bildschirm Anlagencockpit  

 

Im Beispiel sind die letzten Aufträge von 2 Anlagen chronologisch dargestellt. Welche Aufträge angezeigt werden, hängt von den eingestellten Filterdaten ab, die sich im rechten Bereich des Bildschrims befinden.

Die Daten können nach Zeiträumen, Aufträgen, Anlagen, Maschinen, Formaten oder Produkten gefiltert werden.

Auf der Bildschrimmaske der Abbildung 8 wurde im Zeitfilter als Parameter die "letzte Schicht" ausgewählt. Deshalb sind im linken Bildschrimbereich nur die Aufträge der letzten Schicht sichtbar. Es ist zu erkennen, dass beide Anlagen gegenwärtig produzieren und der zweite Auftrag der ersten Anlage die Soll-Ausbringung nicht erreicht hat und deshalb rot dargestellt wird.

Klickt man mt der Maus auf den rot gekennzeichneten Auftrag, verzweigt man auf die Bildschrimmaske mit den OEE-Daten des Auftrages (Abbildung 9)

Abbildung 9: OEE-Daten

 

Im oberen Bereich sieht man von links nach rechts die OEE-Kennzahlen der Anlage, die Verteilung der Verluste und die Auflistung der am häufigsten aufgetretenen Fehler. Am unteren Bildschrimrand lässt sich die Ausbringung der Anlage über der Zeitachse, zum Beispiel in Produkten pro Minute darstellen. Diese Ausbringung wird an einer bstimmten Stelle in der Anlage, nicht zwingend am Ende der Linie gemessen. Es ist gut zu erkennen, dass die Anlage ab 1:00 Uhr für etwa 30 Minuten keine Ausbringung hatte.

Die Filtereinstellungen im rechten Bereich des Bildschrims wurden mit dem Mausklick automatisch angepasst.

Um die Gründe für die schlechte Ausbringung nach Mitternacht zu erfahren, muss man mit der Maus auf die Ausbringungskurve klicken. Somit wird die Bildschirmmaski in Abbildung 10 sichtbar:

Abbildung 10: Betriebszustände

 

Auf dem Bildschirm werden die Betriebszustände (OMAC States) der Maschinen dargestellt. Man erkennt, dass Störungen des Palettierers die Ursache für die schlechte Ausbringung waren. Die Störungen des Palettierers (rot dargestellt) haben zeitverzögert zu Wartezuständen der Verpackungsmaschine (blau dargestellt) geführt.

Mit einem Klick auf die OMAC-States des Palettierers erhält man dessen OEE-Kennzahlen und die am häufisten aufgetretenen Fehler (Abbildung 11)

Abbildung 11: OEE-Kennzahlen Palettierer

Auf der Bildschirmmaske in der Abbildung 12 werden die Ursachen für aufgetretene Störungen dargestellt.

 

Abbildung 12: Ursachen für aufgetretene Störungen

 

Die dargestellten Daten zeigen, dass nicht der Palettierer, sondern schlechte Paletten das Problem verursacht haben.

Mit dem Anlagencockpit steht unseren Kunden ein mächtiges Werkzeug zur Schwachstellenanalyse zur Verfügung. Das Anlagencockpit kann die Probleme nicht beseitigen, aber es hilft mit seinen Daten und Auswertungsfunktionen dabei, die Ursachen der Probleme zur erkennen.